Wer ein Sprachmodell einfach machen lässt, bekommt jedes Mal etwas anderes und selten etwas, das man ungesehen weitergeben würde. Die Ursache liegt nicht am Modell, sondern an einer fehlenden Vorgabe. Zwei zusätzliche Sätze beheben das.
Ein Sprachmodell berechnet Wort für Wort das jeweils wahrscheinlichste nächste. Gibt man ihm keine Struktur vor, erfindet es eine, und zwar bei jedem Durchlauf neu. Das Ergebnis klingt plausibel, folgt aber keinem geprüften Aufbau. Deshalb sieht es beim ersten Lesen gut aus und fällt beim zweiten auseinander.
Wer stattdessen eine Referenz vorgibt, dreht das um: Das Modell füllt eine bewährte Struktur, statt sich eine auszudenken.
„Schreibe ein Angebot für einen Kunden über eine zweimonatige Prozessberatung.“
Ergebnis: ein Text, der nach Angebot aussieht. Aufbau, Tiefe und Vollständigkeit schwanken bei jedem Versuch. Ob rechtlich Notwendiges fehlt, merkt man erst, wenn der Kunde fragt.
„Bestimme zuerst, aus welchen Bestandteilen ein professionelles B2B-Beratungsangebot im deutschsprachigen Raum üblicherweise besteht, einschließlich Leistungsabgrenzung, Mitwirkungspflichten und Zahlungsbedingungen. Leite daraus eine Gliederung ab. Prüfe unsere beigefügte Angebotsvorlage gegen diese Gliederung und nenne, was fehlt. Fülle danach die ergänzte Vorlage mit den folgenden Projektdaten.“
Ergebnis: ein Angebot, das einer nachvollziehbaren Struktur folgt, jedes Mal derselben. Und ein Nebeneffekt, der oft mehr wert ist als das Angebot selbst: Ihr erfahrt, was in eurer eigenen Vorlage bisher fehlte.
Ein etabliertes Regelwerk der jeweiligen Disziplin, etwa für Projektbeschreibungen, Vertragsbestandteile oder Prüfabläufe. Vorteil: außerhalb eures Hauses überprüfbar.
Euer bestes bisheriges Dokument dieser Art. Vorteil: trägt eure Sprache und eure Besonderheiten. Der stärkste Hebel für Betriebe, die schon gute Unterlagen haben.
Ein benanntes Vorgehen statt eines Dokuments, etwa eine bestimmte Analysemethode. Sinnvoll, wenn nicht das Format zählt, sondern der Denkweg zum Ergebnis.
Am zuverlässigsten wird es, wenn ihr eure eigene Vorlage gegen einen externen Standard prüfen lasst. Dann bekommt ihr beides: eure Sprache und die Vollständigkeit, die von außen erwartet wird.
Beim Rechnen. Sprachmodelle berechnen Zahlen nicht, sie sagen sie voraus, genau wie Wörter. Deshalb kann dieselbe Kalkulation zweimal unterschiedlich ausfallen, und beide Male sieht das Ergebnis ordentlich aus.
Alles, wo eine Summe stimmen muss, gehört deshalb in eine feste Formel oder Regel. Das Sprachmodell übernimmt dann die Aufgaben, in denen es stark ist: Werte aus unterschiedlich aufgebauten Dokumenten herauslesen, den richtigen Feldern zuordnen und das Ergebnis verständlich erklären. Gerechnet wird woanders. So gebaut, kommt bei gleicher Eingabe jedes Mal dasselbe heraus, und das Ergebnis hält auch einer Prüfung stand.
Das Referenz-Prinzip ist keine Technik, für die man etwas kaufen oder installieren muss. Es ist eine Gewohnheit beim Formulieren. Trotzdem trennt sie in der Praxis sehr zuverlässig die Leute, bei denen KI professionelle Ergebnisse liefert, von denen, bei denen sie ein besseres Notizbuch bleibt.
In gebauten Systemen gilt dasselbe: Jeder Ablauf, den wir für Kunden aufsetzen, bekommt seine Referenz fest hinterlegt, damit die Ausgabe reproduzierbar bleibt und nicht vom Tagesformular des Modells abhängt. Mehr dazu, was die wenigen Unternehmen mit messbarem KI-Nutzen sonst noch anders machen, steht in Was Erfolgreiche anders machen.
Weil ein Sprachmodell Wort für Wort das jeweils wahrscheinlichste nächste berechnet. Gibt man keine Struktur vor, erfindet es eine, und zwar bei jedem Durchlauf neu. Das Ergebnis wirkt plausibel, folgt aber keinem geprüften Aufbau und schwankt in der Qualität.
Eine verbindliche Vorlage, an der sich das Modell ausrichtet: ein anerkannter Standard der Branche, eine etablierte Methodik oder eine eigene Vorlage aus dem Unternehmen. Statt das Ergebnis frei formulieren zu lassen, füllt das Modell eine geprüfte Struktur.
In zwei Schritten statt einem. Erst die Referenz bestimmen lassen oder selbst vorgeben, dann darauf aufbauend das Ergebnis erzeugen. Also nicht „schreibe ein Angebot“, sondern „nimm unsere Angebotsvorlage als Struktur, prüfe sie gegen die üblichen Bestandteile eines B2B-Angebots, und fülle sie dann mit den folgenden Projektdaten“.
Nein. Rechnen ist der eine Bereich, in dem auch die beste Referenz nichts nützt, weil Sprachmodelle Zahlen nicht berechnen, sondern vorhersagen. Alles, wo eine Summe stimmen muss, gehört in eine feste Formel. Das Modell übernimmt dann nur das Einlesen, Zuordnen und Erklären.
Im kostenlosen Erstgespräch schauen wir, welche eurer wiederkehrenden Dokumente sich als Vorlage eignen.
Gespräch anfragen →