Bevor irgendjemand dir etwas über KI-Sichtbarkeit verkauft: Diese drei Fragen kannst du selbst stellen und in wenigen Minuten sehen, wo du heute stehst.
Die Grundfrage. Ohne eine saubere Zuordnung kann dich kein KI-System nennen, weil es nichts gibt, worauf es sich beziehen könnte.
„Was weißt du über [dein Firmenname]?“Achte darauf, ob überhaupt eine Antwort kommt, und ob sie dein Unternehmen meint oder ein gleichnamiges anderes.
Bekannt sein reicht nicht. Wenn die Beschreibung veraltet ist oder die falsche Leistung nennt, wirst du bei den falschen Fragen ausgespielt.
„Was bietet [dein Firmenname] an, und für wen?“Vergleiche die Antwort mit dem, was heute auf deiner Website steht. Abweichungen sind der häufigste Fund in diesem Schritt.
Die eigentliche Frage. Hier zeigt sich, ob du auftauchst, wenn jemand dein Thema sucht und deinen Namen nicht kennt.
„Welche Anbieter für [deine Leistung] gibt es in [deine Stadt oder Region]?“Und einen Schritt näher an einer echten Kaufentscheidung:
„Ich brauche [deine Leistung], wen empfiehlst du mir?“Stell dieselben Fragen zusätzlich in Perplexity und in der Google-KI-Übersicht. Die drei Systeme greifen auf unterschiedliche Quellen zu und antworten unterschiedlich.
ChatGPT kennt dich noch nicht. Das System kann dein Unternehmen bisher nicht belastbar zuordnen. Gerade bei jungen oder wenig verlinkten Domains kann das vorkommen. Du hast damit einen sauberen Ausgangswert: alles, was später passiert, lässt sich daran messen. Ursache meist fehlende Presence, siehe 3-P-Framework.
ChatGPT kann dein Unternehmen bereits zuordnen, nennt oder empfiehlt es bei passenden Fragen aber noch nicht. Häufige Ursachen: uneinheitliche Angaben zwischen eigener Seite, Verzeichnissen und Profilen, oder zu wenige Quellen, die dein Thema mit deinem Namen verbinden.
ChatGPT nennt dich bei passenden Fragen. Ein vorhandenes Signal. Die nächste Frage ist, wie stabil es bleibt: über mehrere Formulierungen, mehrere Systeme und über die Zeit. Eine einzelne Antwort ist eine Momentaufnahme.
Notiere dir Datum, System und die genaue Frage. Ohne diese drei Angaben lässt sich ein späteres Ergebnis nicht mit dem heutigen vergleichen.
Als erster Schritt ja, als einziger nein. Die Namensfrage zeigt, ob ChatGPT dich überhaupt zuordnen kann. Ob es dich von sich aus nennt, wenn jemand nach deiner Leistung sucht, ist die zweite und schwerere Frage. Deshalb stehen beide im Check, in dieser Reihenfolge.
Häufiger als völliges Schweigen: veraltete Adresse, alte Leistungen oder eine falsche Zuordnung. Das ist meist ein Presence-Problem, uneinheitliche oder unklare Angaben auf der eigenen Seite und in Verzeichnissen, keine Absicht der KI.
Ja. ChatGPT, Perplexity und Google AI-Overview greifen auf unterschiedliche Quellen zu und antworten unterschiedlich. Ein Ergebnis aus nur einem System sagt wenig über die anderen.
Statt drei Fragen: ein systematischer Abgleich über mehrere KI-Systeme, Fragen und Formulierungen.
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