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Wissen · Methode

Die GSC-W-Fragen-Methode.

Mit einem Regex-Filter in der Google Search Console lassen sich Suchanfragen mit typischen Fragewörtern aus den eigenen Performance-Daten herausfiltern. Daraus entstehen konkrete Ansatzpunkte, um bestehende Inhalte gezielt zu ergänzen.

Die vier Schritte

Vier Schritte vom Suchbegriff zur passenden Seite.

01

Suchanfragen mit Fragewörtern filtern

In Google Search Console unter Leistung beziehungsweise Suchergebnisse bei den Suchanfragen einen benutzerdefinierten Regex-Filter setzen.

\b(wie|was|warum|wann|wo|welche|wieso|weshalb)\b

Der Filter zeigt vorhandene Suchanfragen aus den Search-Console-Daten, in denen eines dieser Fragewörter vorkommt.

Search Console blendet unter anderem seltene anonymisierte Suchanfragen aus. Der Filter ist deshalb eine Auswertung der verfügbaren eigenen Suchdaten, keine vollständige Liste aller Suchanfragen.

02

Passende URL zur Suchanfrage prüfen

Eine interessante Suchanfrage auswählen und anschließend in der Dimension Seiten prüfen, welche URL dafür Impressionen oder Klicks erhalten hat. Zusätzlich Position, Impressionen und Klicks im gewählten Zeitraum betrachten. Search Console weist dabei eine durchschnittliche Position aus, keine unveränderliche Einzelposition.

03

Frage auf der passenden Seite beantworten

Passt die Suchintention zur bestehenden Seite, kann die Frage als H2, H3 oder FAQ-Frage aufgenommen und direkt beantwortet werden. Die Formulierung sollte natürlich zur Seite passen und muss nicht zwangsläufig Zeichen für Zeichen der Suchanfrage entsprechen. Begriffe rund um KI-Sichtbarkeit erklärt das GEO-Glossar.

04

Bestehende Seite ergänzen oder eigene URL anlegen

Wenn die vorhandene Seite dieselbe Suchintention bedient, ist eine Ergänzung häufig der naheliegende erste Schritt. Eine eigene URL ist sinnvoll, wenn die Frage ein eigenständiges Thema oder eine deutlich andere Suchintention hat.

Grenzen des Filters

Was der Regex-Filter findet und was nicht.

Der Ausdruck oben deckt acht Fragewörter ab

Für einen ersten Durchlauf reicht das. Vollständiger wird es so:

\b(wie|was|warum|wann|wo|wer|welche[rsnm]?|wieso|weshalb|weswegen|wozu|womit|woher|wohin|wodurch|worauf|woran|worum)\b

Search-Console-Regex-Filter für Suchanfragen arbeiten standardmäßig ohne Unterscheidung von Groß- und Kleinschreibung. Search Console verwendet RE2-Syntax.

Fragewort am Anfang oder irgendwo in der Anfrage

Ohne ^ kann das Fragewort an beliebiger Stelle der Suchanfrage vorkommen. Das findet auch „shopware kosten wie berechnen“, zieht aber „software wie sap“ mit herein. Mit ^ wird auf den Anfang der Suchanfrage eingeschränkt, dann fallen Fragen mit dem Fragewort in der Mitte heraus.

Weite Variante: \b(wie|was|warum|...)\b
Enge Variante: ^(wie|was|warum|wann|wo|wer|...)

Welche Variante sinnvoller ist, hängt davon ab, ob möglichst viele Kandidaten gefunden oder nur eindeutig als Frage formulierte Suchanfragen untersucht werden sollen.

Die Search Console kennt nur die eigene Sichtbarkeit

Die Methode arbeitet ausschließlich mit Suchanfragen, für die die eigene Property bereits Suchdaten hat. Außerdem können seltene beziehungsweise anonymisierte Suchanfragen in der Tabelle fehlen. Die Ergebnistabelle kann höchstens 1.000 Zeilen anzeigen.

Der Filter eignet sich deshalb für die Analyse vorhandener Suchsichtbarkeit, nicht als vollständige Themen- oder Marktrecherche. Für Themen, die in den eigenen Search-Console-Daten noch nicht vorkommen, können zusätzliche Quellen für Themenrecherche notwendig sein, zum Beispiel Suchergebnisse, Kundenfragen oder andere Recherchewerkzeuge.

Reihenfolge

Welche gefundene Frage zuerst geprüft werden sollte.

Die gefilterte Liste ist noch keine fertige Aufgabenliste. Impressionen, Klicks, CTR, durchschnittliche Position und thematische Passung sollten gemeinsam betrachtet werden.

  • Viele Impressionen und niedrige CTR. Das kann ein Hinweis sein, Titel, Beschreibung, Suchintention oder die Darstellung des Ergebnisses genauer zu prüfen. Eine niedrige CTR hat nicht automatisch nur eine Ursache.
  • Sichtbarkeit in erreichbarer Nähe. Suchanfragen mit bereits vorhandenen Impressionen und einer vergleichsweise guten durchschnittlichen Position können interessante Optimierungskandidaten sein. Eine feste Positionsspanne lässt sich daraus jedoch nicht als allgemeine Regel ableiten.
  • Bereits gute Leistung. Wenn eine Suchanfrage bereits relevante Klicks und eine passende CTR liefert, kann eine andere Frage zunächst höher priorisiert werden.
Zuordnung

FAQ, eigener Abschnitt oder eigene URL.

Für die Zuordnung einer gefundenen Frage gibt es drei übliche Varianten:

  • FAQ oder kurze Antwort. Geeignet, wenn die Frage ein Teilaspekt des bestehenden Themas ist und kurz beantwortet werden kann.
  • Eigener Abschnitt. Geeignet, wenn die Frage mehr Erklärung, Beispiele, Zahlen oder Abgrenzungen benötigt, aber dieselbe Suchintention wie die vorhandene Seite bedient.
  • Eigene URL. Sinnvoll, wenn die Frage ein eigenständiges Thema oder eine andere Suchintention hat und genügend eigener Inhalt dafür vorhanden ist.

Die Entscheidung sollte deshalb nicht allein davon abhängen, dass eine Frage in Search Console erscheint, sondern davon, wie gut sie zum bestehenden Inhalt und zur Suchintention der Seite passt.

Einordnung

Was die Methode für KI-Sichtbarkeit leisten kann.

Die Methode hilft zunächst dabei, bestehende Google-Suchnachfrage besser mit den eigenen Inhalten abzudecken. Klare Fragen, eindeutige Antworten und thematisch passende Seiten können zugleich Inhalte schaffen, die auch für andere Such- und Antwortsysteme leichter einzuordnen sind.

Aus einem GSC-Ranking oder einer passenden H2 lässt sich jedoch nicht ableiten, dass ChatGPT, Gemini, Perplexity oder ein anderes KI-System das Unternehmen anschließend nennt oder zitiert. KI-Sichtbarkeit muss separat getestet und über mehrere Systeme und Zeitpunkte beobachtet werden, zum Beispiel über den Selbst-Check. Das 3-P-Framework ordnet weitere Faktoren wie Presence, Prominence und Propagation ein.

Häufige Fragen

Häufige Fragen zur GSC-W-Fragen-Methode.

Brauche ich für die Methode ein zusätzliches SEO-Tool?

Nein. Für das Filtern vorhandener Suchanfragen reichen die Performance-Daten der Google Search Console. Für zusätzliche Themenrecherche außerhalb der eigenen GSC-Daten können weitere Quellen sinnvoll sein.

Führt eine passende Antwort automatisch zu einer Nennung in ChatGPT oder Perplexity?

Nein. Die Methode verbessert zunächst die Abdeckung vorhandener Suchfragen auf der eigenen Website. Ob ein KI-System eine Seite zitiert oder ein Unternehmen nennt, hängt von weiteren Faktoren ab und muss separat geprüft werden. Eine Einordnung dieser Faktoren bietet das 3-P-Framework.

Brauche ich für jede gefundene Frage eine eigene Seite?

Nein. Passt die Frage zur Suchintention einer bereits sichtbaren Seite, kann sie dort als FAQ oder eigener Abschnitt ergänzt werden. Eine eigene URL ist sinnvoll, wenn ein eigenständiges Thema oder eine andere Suchintention vorliegt.

Nächster Schritt

Suchfragen und KI-Sichtbarkeit systematisch prüfen.

Wir analysieren vorhandene Suchfragen, passende Inhalte und die Darstellung eures Unternehmens in relevanten KI-Systemen und leiten daraus konkrete Optimierungsansätze ab.

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